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Direktionswechsel und Pressewirbel bei "Nock"
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
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Direktionswechsel beim Schweizer Traditionscircus Nock: Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Unternehmens hat Franz Nock die Direktion an die beiden jüngeren Töchter Alexandra und Franziska übergeben. Die älteste Tochter Verena ist dagegen offenbar aus dem Unternehmen ausgeschieden. Sie wird auf der Website des Circus nicht mehr erwähnt. Zudem zeichnet in diesem Jahr nicht mehr Eugene Chaplin für die Regie des Programms verantwortlich. Diese Aufgabe teilen sich nun Alexandra Nock und ihr Lebenspartner Javier Peres.

Der Start des neuen Direktionsduos wurde von negativer Presse begleitet. Wie die Basler Zeitung in einem großen Beitrag berichtet, wurde die Raubtierlehrerin Yvonne Muderack einen Tag vor der Premiere von Franziska Nock gekündigt. Nock betrachtete die Dressur als unausgegoren. Man habe es nicht verantworten können, die Tiere auftreten zu lassen. Zu der Kündigung war sie gemäß einer Vertragsklausel berechtigt. Yvonne Muderack sagte der Zeitung, dass den Nocks sehr wohl bekannt gewesen sei, dass man mit noch unerfahrenen Tieren anreisen würde (vier Löwen, ein Tiger). Ihre Nummer aus dem Vorjahresprogramm bei Nock hat sie aufgelöst. Die Direktion habe die Muderacks zehn Tage vor der Premiere anreisen, aber nur zweimal mit Licht und Musik trainieren lassen. Dies genüge nicht, um die Tiere an den Circus zu gewöhnen. Franziska Nock erwiderte hierauf, dass die Tiere vor dem Tourneestart fertig hätten ausgebildet sein müssen. In der Hektik vor der Premiere reiche die Zeit nicht für tägliche Proben. Als unprofessionell wird das Verhalten der Nocks in dem Zeitungsbeitrag von Claus Kröplin, Vorsitzender des Berufsverbandes der Tierlehrer, bezeichnet. Mit genügend Proben hätte sich die Nervosität der Jungtiere innerhalb weniger Tage gelegt. Die Muderacks seien hervorragende und einfühlsame Tierlehrer. Wie Chapiteau.de bereits berichtete, sind die Muderacks nun zum Circus Carl Busch gewechselt.

Vor Tourneebeginn haben nach Informationen der Basler Zeitung zudem eine ganze Reihe von Nock-Mitarbeitern gekündigt, weil der Informationsfluss schlecht sei und die neue Direktion unsensibel mit ihnen umgehe. Franziska Nock bestätigte der Zeitung, dass die drei Angestellten des Verwaltungsbüros gekündigt hätten, was aber eine "andere Sache" sei. Derweil sucht das Unternehmen via Job-Inserat einen Geschäftsführer und einen Kaufmännischen Angestellten. Die Bewerbungen sind an die Adresse von Hansueli Rindlisbacher zu senden, der nun als "Coach und Berater" für Nock arbeitet. Rindlisbacher unterrichtete zwischen 1988 und 1990 an der Schule des Circus Nock und leitet heute eine sonderpädagogische Einrichtung im Kanton Bern.

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