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Wander-Ausstellung zum Circus im Nationalsozialismus
benedikt
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"Circus. Freiheit. Gleichschaltung." nennt sich eine Wanderausstellung zum Thema Circus im Nationalsozialismus.

Die Schau wurde von der ehrenamtlich arbeitenden Gruppe „CINS – Circus im Nationalsozialismus“ konzipiert; ausgehend von Begegnungen und Erzählungen mit Circusartisten, Historikern und Überlebenden hat man sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte des Circus zur NS-Zeit aufzuarbeiten.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Vorgänge der Gleichschaltung und Arisierung, die tief greifende Veränderungen der gesamten Circuswelt zur Folge hatten, dargestellt. Der unterschiedliche Umgang der verschiedenen Circusse mit diesen neuen Lebens- und Arbeitsbedingungen in der NS-Diktatur ist dabei ein zentrales Thema. Der zweite Teil befasst sich mit der Verfolgung und Vernichtung jüdischer Artisten und Circusse. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet dabei – exemplarisch für die Vielzahl an weitgehend unbekannten Opfern – die Dokumentation des Lebens von Irene Bento.

Vom 19. August bis zum 04. September ist die Ausstellung in der Nordhorner Stadtbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Den Eröffnungsabend begleiten ein artistisches Rahmenprogramm und ein Film. Der 89-jährige Artist Erich Laschewski gibt einen Zeitzeugeneinblick in die Arbeit als Artist während der NS-Herrschaft geben. Am 03. September findet eine artistisch-szenische Lesung mit der Trapezkünstlerin Roxana Küwe statt, beruhend auf der Bento-Biographie „Der Clown und die Zirkusreiterin“.


http://gn-online.de/Nachrichten/Gleichschaltung-auch-in-der-Manege-77720.html
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Markus


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Die Jüdische Allgemeine berichtet ausführlich über die Arbeit der Gruppe "CiNS" ("Circus im Nationalsozialismus"). "In den Chroniken, die die Zirkusse schreiben, findet die NS-Zeit nicht statt", wird Mitglied Alexandra Küwen zitiert. "Es ist ein blinder Fleck."
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benedikt
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Ab dem 15. Juni wird die Ausstellung "Zirkus im Nationalsozialismus" in Nordhausen zu sehen sein, zunächst im Zelt des dortigen Zirkus Zappelini. Zur Eröffnung sind zwei Vorstellungen geplant, eine für Schulklassen mit anschließendem Workshop, eine zweite für das weitere Publikum am Spätnachmittag. Danach zieht die Ausstellung für vier Wochen in die Stadtbibliothek, berichtet die NNZ.
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benedikt
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Der Sonsbecker Verein für Denkmalpflege hat ein kurzes Video über Adolf Althoff zusammengestellt. Der Zirkusdirektor wurde 1913 in einem Wohnwagen während eines Gastspiels in Sonsbeck geboren und rettete später jüdische Artisten vor den Nazis und so vor dem Tod. Vor 22 Jahren starb Althoff. "Gerade in Zeiten des wieder zunehmenden Antisemitismus ist es wichtig, an Menschen zu erinnern, die gegen Unrecht gekämpft haben und für andere Menschen eingetreten sind", so der Verein. Die Rheinische Post berichtet darüber in diesem Artikel.
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