Chapiteau.de-News Foren-Übersicht
Chapiteau.de-News
Nachrichtenportal für Circus, Varieté und mehr


Neue Antwort erstellen
Grossveranstaltungen in weiten Teilen Deutschlands untersagt
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus werden in mehreren Bundesländern Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abgesagt. In einigen Fällen könnten sie auch ohne Zuschauer stattfinden. Damit folgten die Länder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der am Sonntag empfohlen hatte, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst nicht stattfinden zu lassen.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller forderte bundeseinheitliche Regeln für den Umgang mit Großveranstaltungen wegen der Verbreitung des Virus. "Wir können da keinen Flickenteppich haben", sagte der SPD-Politiker. "Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag muss es möglichst zu einer bundesweiten Verabredung kommen, wie wir damit umgehen."

Baden-Württemberg hat die Empfehlung von Minister Spahn aufgegriffen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen.

Bayern hat Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April untersagt. Alle staatlichen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser schließen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. "Im Zweifel lieber absagen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Bei Veranstaltungen unter 500 Personen soll es weiterhin die Entscheidungen jedes einzelnen sein, ob diese durchgeführt oder besucht werden.

Die Stadt Bremen untersagt alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen müssen beim Ordnungsamt angezeigt werden und bestimmte Auflagen erfüllen. Die entsprechende Verfügung des Ordnungsamtes solle ab Donnerstag und bis zum 26. März gelten.

Hessens Landesregierung empfiehlt die Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern.

In Nordrhein-Westfalen ist nach Auskunft des Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann (CDU) der entsprechende Erlass des Bundeslandes für Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern bindend und zeitlich nicht befristet. Die Landesregierung kündigte Überbrückungskredite für betroffene Firmen an.

Das Land Rheinland-Pfalz empfiehlt die Absage von Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1000 Menschen. In der Regel sollten diese bis mindestens Ende April nicht mehr stattfinden, teilte die Landesregierung mit. Sollten Veranstalter der Empfehlung nicht folgen, "ist zwingend die Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt vorzusehen", teilte die Staatskanzlei mit.

Die Landesregierung im Saarland empfiehlt, Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern abzusagen.

Schleswig-Holsteins Landesregierung plant, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen zu untersagen. Das habe das Kabinett auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

In Thüringen sollen vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern mehr stattfinden. Eine entsprechende Weisung sei an alle Kommunen gegeben worden, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in Erfurt. Zudem sollten Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Teilnehmern nach Prüfung nur im Ausnahmefall erlaubt werden.

Berlins Senat will das Kulturleben in der Stadt drastisch einschränken. "Wir haben entschieden, in den staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser die Veranstaltungen in den großen Sälen nicht mehr stattfinden lassen", sagte Kultursenator Klaus Lederer. "Das empfehlen wir auch den großen Privattheatern", sagte er dem rbb. Die Maßnahme gelte vom 11. März bis zum 19. April. Für Veranstaltungen in kleineren Häusern und Sälen mit bis zu 500 Teilnehmern gelte zunächst weiterhin, dass die Risikobewertung durch die Einrichtungen gemäß den Vorgaben des Robert Koch Instituts (RKI) vorgenommen werde. Auf dieser Basis müsse eigenverantwortlich entschieden werden, ob Veranstaltungen durchgeführt werden können.

Aus Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt liegen derzeit keine Empfehlungen oder Anordnungen der Landesregierungen vor.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Der Circus Krone feierte gestern in Gersthofen seine Saisonpremiere 2020. Die Zuschauerzahl bei "Mandana"" wird derzeit auf 1.000 Personen limitiert, so Krone auf Facebook.

Der Friedrichstadtpalast Berlin hat alle Vorstellungen bis einschließlich 19. April 2020 abgesagt. "Das Land Berlin hat entschieden, alle Veranstaltungen in den Großen Sälen der Bühnen des Landes Berlin vom 11. März bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen. Bedauerlicherweise sind davon auch die Veranstaltungen hier im Friedrichstadt-Palast betroffen", heißt es auf der Homepage. Dort finden sich auch die Umbuchungs- und Erstattungsmöglichkeiten.

Alle Shows von "Yakari und Kleiner Donner" in München finden nach derzeitigem Stand wie geplant statt. Wie der Veranstalter auf Facebook mitteilt, fasst das Spielzelt maximal 500 Personen.


Auch in anderen Teilen Europas hat die Ausbreitung des Coronavirus Auswirkungen auf die Circusbranche.

Der polnische Cyrk Zalewski hat die Fortsetzung seiner Tournee vorübergehend ausgesetzt, so das Unternehmen auf Facebook.

Der dänische Cirkus Arena limitiert die Zuschauerzahlen auf 1.000 Personen. Die Zuschauer werden auf Facebook gebeten, sich möglichst gut im Chapiteau zu verteilen.

Der französische Cirque Medrano teilt auf Facebook mit, dass er seine Tournee fortsetzen wird, die Anzahl der verkauften Tickets je Vorstellung aber auf 950 limitiert.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
Angesichts der Absage von Kulturveranstaltungen und des spürbaren Besucherrückgangs wegen des Coronavirus hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters sich hinter die Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstler gestellt:
„Mir ist bewusst, dass diese Situation eine große Belastung für die Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet und insbesondere kleinere Einrichtungen und freie Künstlerinnen und Künstler in erhebliche Bedrängnis bringen kann“, sagte Grütters.

Grütters weiter: „Künstler und Kultureinrichtungen können sich darauf verlassen, gerade mit Blick auf die Lebenssituationen und Produktionsbedingungen der Kultur-, Kreativ- und Medienbranche: Ich lasse sie nicht im Stich! Wir haben ihre Sorgen im Blick und werden uns dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht.“ Sie habe deshalb in der Bundesregierung angeregt, zu den anstehenden Gesprächen über Hilfsmaßnahmen auch Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur und Medien einzuladen. „Wir müssen auf unverschuldete Härten und Notlagen reagieren und sie ausgleichen. Das muss uns nicht nur die Wirtschaft, sondern auch unsere durch die Absagen schwer gebeutelte Kulturlandschaft wert sein“, sagte Grütters laut der Bundesregierung.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
Hart gebeutelt wird auch die Schaustellerbranche. Derzeit ist die Absage oder Verschiebung u.a. folgender Kirmes-Veranstaltungen bekannt:

Augsburger Plärrer
Bassum - Frühlingsvolksfest
Berliner Frühlingsfest
Dülmen Frühlingsmarkt
Erfurt Altstadtfrühling
Frühlingsfest Bayreuth
Flensburg Frühjahrsmarkt
Gerner Dult Eggenfelden
Gertrudiskirmes Bochum Wattenscheid
Göggingner Frühlingsfest
Heide (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein Frühlingsfest
Kassel Frühlingsfest (verschoben)
Meppen Frühlingskirmes
Mainz Mainzer Rhein-Frühling
Mannheim Mathaisemarkt (abgebrochen)
Münster Frühjahrssend
Neuenrade Gertrüdchen
Nida Frühlingsmarkt
Pfarrkirchen Rottaler Volksfest
Puchheim Volksfest
Recklinghausen Palmkirmes
Stuttgart Canstatter Wasen
Würzburg Frühlingsfest
Zwickau Volksfest
Halle (West.) Halle blüht auf
Hamburger Frühlingsdom
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
In Ungarn hat der Mr. Gerald Cirkusz seine Tournee zunächst ausgesetzt.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Wie das Bundeswirtschaftsministerium gestern nochmal explizit betonte, sollen die geplanten Hilfsprogramme Unternehmen aller Größenklassen zugutekommen. "Auch stehen sie insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. Auch Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige können Unterstützung erhalten", heißt es in diesem Bericht des Handelsblatts.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Wie es den Elefanten von Andrej Dementjew-Kornilow in Zeiten von Corona geht, kann man sich in diesem Video ansehen.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Das Sat.1-Frühstücksfernsehen berichtet in diesem Beitrag über die derzeitige Situation bei den Circussen William, Paul Busch und Mirage.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Heute haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass in Deutschland "Großveranstaltungen" bis zum 31. August 2020 grundsätzlich untersagt werden sollen. Konkrete Regelungen, insbesondere zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Stefan hat Folgendes geschrieben:
Heute haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass in Deutschland "Großveranstaltungen" bis zum 31. August 2020 grundsätzlich untersagt werden sollen. Konkrete Regelungen, insbesondere zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.


Im Beschluss der gestrigen "Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder" findet sich dieser für die Unterhaltungsbranche relevante Passus.

"Für den Publikumsverkehr geschlossen sind
a. Gastronomiebetriebe. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
b. Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
c. Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Galerien, Ausstellungen, zoologische und botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen
d. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte (soweit im Beschluss vom 15.4. nicht explizit anders geregelt), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen"

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
"Wenn die Manege geschlossen ist", so ist ein Bericht im Wirtschaftsteil der heutigen Printausgabe der FAZ überschrieben. Darin werden die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Circusbranche an den Beispielen der Circusse Roncalli und Barus dargestellt. Zu Wort kommt außerdem der VdCU-Vorsitzende Ralf Huppertz.

"Man kann den Circus nicht wieder einschalten wie einen Lichtschalter", erklärt Bernhard Paul. Es brauche einen Vorlauf von ein bis zwei Monaten, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Ohne Einnahmen können er den Circus in seiner derzeitigen Größe nicht länger als zwei Monate aufrechterhalten. Die angebotenen KfW-Kredite sind in Pauls Augen keine große Hilfe, denn diese müssen in drei Jahren zurückgezahlt werden. "Das wäre nur das Herauszögern des Todes", so der Roncallli-Direktor. Stattdessen findet er höhere Zuschüsse oder den Verzicht auf Steuern sinnvoll.

Barus-Direktor Marco Frank berichtet von Sach- und Geldspenden. Davon konnte er etwa Heuballen für drei und Kraftfutter für zwei Monate kaufen. Für die Familie hat Tourneeleiter Reiner Bohländer Grundsicherung beantragt. Für das Unternehmen hofft er auf die Bewilligung der Soforthilfe von 9.000 Euro.

"Vor allem mittlere und größere Circusse sind jetzt bedroht", glaubt Ralf Huppertz. Kleinere Circusse kämen besser durch die Krise, weil deren Gesamtverpflichtungen nicht so hoch seien. Schon geringe Spenden könnten helfen, die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei hoch. Die Ämter müsse man "für den Circus sensibilisieren", so Huppertz. Der VdCU-Vorsitzende hat dafür mit rund 30 Stadtverwaltungen kommuniziert, um für Familiencircusse zu vermitteln. Inzwischen sei das meiste geklärt.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Stefan hat Folgendes geschrieben:
"Wenn die Manege geschlossen ist", so ist ein Bericht im Wirtschaftsteil der heutigen Printausgabe der FAZ überschrieben. Darin werden die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Circusbranche an den Beispielen der Circusse Roncalli und Barus dargestellt. Zu Wort kommt außerdem der VdCU-Vorsitzende Ralf Huppertz.

"Man kann den Circus nicht wieder einschalten wie einen Lichtschalter", erklärt Bernhard Paul. Es brauche einen Vorlauf von ein bis zwei Monaten, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Ohne Einnahmen können er den Circus in seiner derzeitigen Größe nicht länger als zwei Monate aufrechterhalten. Die angebotenen KfW-Kredite sind in Pauls Augen keine große Hilfe, denn diese müssen in drei Jahren zurückgezahlt werden. "Das wäre nur das Herauszögern des Todes", so der Roncallli-Direktor. Stattdessen findet er höhere Zuschüsse oder den Verzicht auf Steuern sinnvoll.

Barus-Direktor Marco Frank berichtet von Sach- und Geldspenden. Davon konnte er etwa Heuballen für drei und Kraftfutter für zwei Monate kaufen. Für die Familie hat Tourneeleiter Reiner Bohländer Grundsicherung beantragt. Für das Unternehmen hofft er auf die Bewilligung der Soforthilfe von 9.000 Euro.

"Vor allem mittlere und größere Circusse sind jetzt bedroht", glaubt Ralf Huppertz. Kleinere Circusse kämen besser durch die Krise, weil deren Gesamtverpflichtungen nicht so hoch seien. Schon geringe Spenden könnten helfen, die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei hoch. Die Ämter müsse man "für den Circus sensibilisieren", so Huppertz. Der VdCU-Vorsitzende hat dafür mit rund 30 Stadtverwaltungen kommuniziert, um für Familiencircusse zu vermitteln. Inzwischen sei das meiste geklärt.


Den Beitrag gibt es jetzt (gegen Gebühr) auch online.

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
Stefan hat Folgendes geschrieben:
Heute haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass in Deutschland "Großveranstaltungen" bis zum 31. August 2020 grundsätzlich untersagt werden sollen. Konkrete Regelungen, insbesondere zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.


Schleswig-Holstein hat sich näher zum Eventverbot geäußert. „Wir haben uns verständigt, dass wir als Größenordnung für Veranstaltungen bis zu 1.000 Teilnehmer festlegen“, fasste Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zusammen. Events mit einer höheren Besucherzahl seien bis zum 31. August verboten. Wie Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern in den nächsten Monaten durchgeführt werden könnten, würde man bis zum 30. April beschreiben. Günther erklärte diesbezüglich einen Stufenplan entwickeln zu wollen, wie solche Ereignisse zwischen dem 3. Mai und 31. August wieder ermöglicht werden könnten. Überlegungen seien z.B. auf Locations mit weitaus größeren Besucherkapazitäten zu wechseln. Wichtig sei, dass während der Veranstaltung die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden könnten. In der Verordnung sollen konkrete Regelungen für Konzerte, Theateraufführungen und Sportveranstaltungen getroffen werden. Die maximalen Zahlen würden dabei an die weitere Corona-Entwicklung angepasst, so Günther. Weiter sei klar, es werde definitiv nicht gleich zu Maibeginn Veranstaltungen mit 1.000 Besuchern geben, berichtet das Events-Magazin.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Stefan


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 5677
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Antworten mit Zitat
Stefan hat Folgendes geschrieben:
Heute haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass in Deutschland "Großveranstaltungen" bis zum 31. August 2020 grundsätzlich untersagt werden sollen. Konkrete Regelungen, insbesondere zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.


Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 wurde in der heutigen Abstimmung zwischen Bund und Ländern bestätigt. "Diese werden für längere Zeit untersagt bleiben müssen", so die Kanzlerin laut tagesschau.de. Zoos hingegen sollen wieder öffnen dürfen. Den Zeitpunkt der Öffnung legen die Länder fest. "So sind Tierparks in Berlin, Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen-Anhalt bereits wieder für Besucher zugänglich. Die Besucherzahlen werden allerdings begrenzt, außerdem können Tickets häufig nur für bestimmte Zeitfenster gekauft werden", heißt es in dem Beitrag.

In der offiziellen Pressemitteilung der Bundesregierung sind diese beiden Punkte relevant.

"5. Großveranstaltungen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen sind derzeit untersagt. Wegen der immer noch gegebenen Unsicherheit des Infektionsgeschehens ist davon auszugehen, dass dies auch mindestens bis zum 31. August so bleiben wird. Ab wann und unter welchen Bedingungen kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen oder Feiern sowie Veranstaltungen ohne Festcharakter künftig stattfinden können, ist derzeit aufgrund der in diesem Bereich besonders hohen Infektionsgefahr noch nicht abzusehen und abhängig vom weiteren epidemiologischen Verlauf.

10. Die zuständigen Fachministerkonferenzen werden beauftragt, bis zu der auf den 6. Mai folgenden Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder Vorschläge für Rahmenbedingungen schrittweiser Öffnungen von Gastronomie- und Tourismusangeboten und für die weiteren Kultureinrichtungen vorzubereiten."

_________________
Nach dem Circus ist vor dem Circus.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Markus


Anmeldedatum: 10.11.2007
Beiträge: 7149
Wohnort: Bad Mergentheim
Antworten mit Zitat
Das TV-Magazin "Brisant" hat Schaustellerpräsident Alber Ritter gefragt, wie es ihm in der Corona-Zwangspause ergeht, und niederländische Schausteller besucht, die bei einer eigens aufgebauten "Versuchskirmes" in Apeldoorn prüfen wollten, wie Sicherheitsabstände eingehalten werden könnten - mit ernüchterndem Ergebnis.

Der Schausteller Hendrik Boos baut sein 55 Meter hohes Riesenrad aktuell in seiner Heimatstadt Magdeburg auf und hofft, es dort betreiben zu dürfen. Oberbürgermeister Lutz Trümper würde dies begrüßen, wenn Hygienevorgaben eingehalten werden können - beispielsweise, indem jede Gondel nach jeder Fahrt desinfiziert wies. Das MDR-Fernsehen berichtet.

Wegen des Ausfalls von Volksfesten und Jahrmärkten fordert die SPD Schleswig-Holstein mehr Corona-Hilfen für das Schausteller-Gewerbe. Die meisten Schausteller stünden seit den Weihnachtsmärkten ohne jegliches Einkommen da und bangten in der Corona-Krise um ihre wirtschaftliche Existenz, betonten der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Hölck, sowie die zuständige Fachsprecherin, Kirsten Eickhoff-Weber, in Kiel. Sie forderten die Landesregierung zu weiterer Unterstützung im Anschluss an die bisherige finanzielle Soforthilfe auf, die auch schnell und möglichst unbürokratisch bei den Betrieben ankommen müsse, heißt es in einem von der Süddeutschen publizierten dpa-Bericht.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Grossveranstaltungen in weiten Teilen Deutschlands untersagt
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 1 von 2  

  
  
 Neue Antwort erstellen